TRI Circuit Zug: Ein Triathlonfest bei hochsommerlichen Temperaturen!

 

Der Zytturm Triathlon hat neue Geschichten geschrieben und neue Siegerinnen und Sieger hervorgebracht – nicht nur jene auf dem Podium, sondern alle, die als Athlet, Zuschauer oder Helfer im Einsatz standen und gemeinsam für ein gelungenes Triathlon-Weekend gesorgt haben. Das hochsommerliche Wetter und die routinierte Organisation liessen dabei über gewisses Pech beim Eventmaterial hinwegsehen.

 

 

Samstag, 17. Juni 2017

 

Das Triathlonfest begann am Samstagnachmittag mit einer Premiere: Neu im Programm war der Kinder Plausch-Duathlon (ab 6 Jahren) rund um den Landesgemeindeplatz. Der Einsatz der Jüngsten war herzerwärmend und die teilweise erreichten Tempi beeindruckend. Mit den TRI Circuit School Altersklassen und anschliessend der Youth League der 14 bis 15-jährigen wurde zum Triathlon gewechselt. Der See hatte sich auf bis zu 23 Grad erwärmt und bot damit eine ideale Kombination von angenehmem Schwimmen ohne Neopren und erwünschter Abkühlung.

 

 

Die Organisation des Samstags sei «entspannt im Vergleich zu Vorjahren» meinte OK-Präsident Heinz Bamert. Das Programm war um einiges weniger dicht, da im diesem Jahr einige Eliterennen wegen Kollisionen mit dem internationalen Kalender nicht durchgeführt werden konnten. Die Wettkämpfe der Kinder und Jugend standen damit völlig verdient voll im Mittelpunkt.

 

Sonntag, 18. Juni 2017

 

Der Sonntag bot für die Altersklassenathleten zuerst ein Rennen der TRI Circuit Experience Kategorie, bei der das Erlebnis dank der 40 km langen Velostrecke rund um den Zugersee noch etwas länger dauerte als bei einer normalen Short Distance (üblich sind 20km). Während das Rennen der Männer von Daniel Besse früh entschieden wurde, kamen Leana Daria Messer und Olivia Keiser gemeinsam in die zweite Wechselzone und duellierten sich auf der Laufstrecke bis ins Ziel. «Ich wollte einfach einmal ein Zielband in die Höhe strecken können», meinte Leana über ihre Motivation, die für den Sieg entscheidend gewesen sei. Der oberste Podiumsplatz wird ihr viel Schwung verleihen für ihr erstes Rennen über die olympische Distanz in Spiez vom nächsten Wochenende.

 

1. Leana Daria Messer, 1:38:09 
2. Olivia Keiser, 1:38:31 
3. Céline Kaiser, 1:39:58 

 

 

1. Daniel Besse, 1:24:58 
2. Jan Thalmann, 1:27:12 
3. Tobias Lendenmann, 1:27:46 

 

Während die Short Distanzler entlang des Seeufers schwimmen konnten, ist in Zug für die TRI Circuit Competition (olympische Distanz) sowie die StaffelathletInnen eine zusätzliche Wendeboje weit aussen im See vorgesehen. Und der Weg im über Nacht auf 20 Grad abgekühlte Zugersee wollte für einige Altersklassen fast nicht mehr aufhören: Eine starke Bise und entsprechende Strömungen liess die Boje abdriften und auch das als Ersatz eingesetzt Boot konnte (bei zeitweise abgestellter Motorschraube zur Sicherheit der Athleten) die Position nicht halten. Je nach Altersklassen hatten die AthletInnen dadurch weit über 2 Kilometer Schwimmdistanz auf ihrem GPS – statt der vorgesehenen eineinhalb. Dies führte später zum Entscheid, bei den betroffenen Männern (Frauen starteten alle gleichzeitig) die Gesamtwertung über alle Alterklassen hinweg nur mittels Zeit aus Bike+Run zu erstellen (gleichzeitig als Basis für die Punkteberechnung der Jahreswertungen). Die einzelnen Altersklassen wurden hingegen mit der Gesamtzeit des ganzen Triathlons gewertet.

 

 

Bei den Frauen siegte Céline Schärer in einem Rennen, das nachträglich als eng bezeichnet werden muss, dies nachdem Alissa König nach dem Zieleinlauf wegen einer nicht abgesessenen Strafe wegen Drafting disqualifiziert wurde. (Reglementarischer Hinweis: Bei Eliterennen werden Strafen bei der Penalty Box mit der Startnummer signalisiert, bei Age Group-Rennen nicht).

1. Céline Schärer, 2:21:25 
2. Cathy Yndestad, 2:21:44 
3. Sara Baumann, 2:22:43

 

Neue Führende bei den Frauen in der Overall-Jahreswertung des TRI Circuit ist neu Desirée Wagner dank ausgeglichenen Leistungen in Wallisellen und nun Zug (5. Platz).

Bei Philipp Koutny scheint sich sein Langdistanzfokus nicht negativ auf die kürzeren Wettkämpfe auszuwirken. Drei Wochen nach seinem 10. Platz beim Ironman in Brasilien setzte er sich in einem stark besetzten Feld vor Fabian Dutli durch. Fabian kann sich dafür mit der Führung in der Overall-Jahreswertung trösten.

 

1. Philipp Koutny, 1:53:35 
2. Fabian Dutli, 1:57:16 
3. Urs Müller, 1:58:10 

 

Zug diente nicht nur generell zur Lancierung der Saison, sondern bietet dank den flachen und schnellen Strecken auch eine gute Möglichkeit für noch weniger erfahrene Athleten, etwas längere Strecken zu testen (40km Velo beim Short oder die olympische Distanz), was einige der Rookies auch rege nutzten. Und so lässt sich dem Pech mit der Boje vielleicht noch die gute Seite abgewinnen, dass nun viele die Gewissheit haben: "Auch das Schwimmen halte ich länger durch als vielleicht noch gedacht!"

 

Informationen

 

Ranglisten sind auf der neu gestalteten Website von Datasport zu finden: https://services.datasport.com/2017/tri/zug/.

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