Ramona Rieder

Wie sehen die letzten 24h vor deinem Wettkampfstart aus?

Meistens gehe ich nochmals ins Wasser und laufe locker zwischen 40-50min. Beim Fahrrad wechsle ich die Räder und kontrolliere, ob alles funktioniert. Ich drucke mir den Streckenplan aus und schreibe mir auf, wann ich wo sein muss. An meiner Tür hängt eine Packliste für den Triathlon. Die gehe ich gefühlte 50 mal durch, dass ich sicher ja nichts vergessen habe. Danach gehe ich früh ins Bett, wo ich meistens vor lauter Nervosität eh nicht sehr tief schlafe. Deshalb schaue ich schon zwei Tage vorher, dass ich genügen Schlaf habe.

Welches TRI Circuit Rennen hat dir 2017 am besten gefallen?

Spiezathlon

 

Lieblingsdisziplin?

Diese Frage haben mir schon viele gestellt. Ich kann mich aber bis heute nicht für eine Disziplin entscheiden und genau deshalb mache ich Triathlon!

 

Deine größten sportlichen Erfolge?

Schweizermeisterin und Vize-Schweizermeisterin im Duathlon.

 

Auf welches Training würdest du am liebsten verzichten?

Dehnen nach einem langen Trainingstag.

 

Dein peinlichstes Erlebnis während eines Triathlons?

Das ist mir zum Glück bis jetzt noch nicht passiert.

 

Was ist dein Musiktipp fürs Lauftraining?

Gar keine Musik! Ich schwatze viel lieber mit meinen Trainingskolleginnen und -kollegen.

Wenn ich Musik höre, dann auf der Rolle. Martin Garrix kommt dabei sehr häufig vor.

 

Was gefällt dir am TRI Circuit by Swiss Triathlon besonders?

Es kommt nicht nur auf die Tagesleistung, sondern auf die Resultate während der ganzen Saison an. Durch die vielen Rennen sieht man immer wieder bekannte Gesichter oder lernt auch neue Athletinnen und Athleten kennen. So wächst man wie zu einer grossen Triathlon-Familie zusammen.

 

Was ist dein Tipp um Beruf, Familie, Freunde und Triathlon unter einen Hut zu bekommen?

Planung. Planung ist bei mir das A und O. Bereits in der Saisonpause stelle ich mit meinem Trainer den Jahresplan für die kommende Saison zusammen. Dort kann ich jeder Zeit sehen, wann ich eine trainingsintensive Zeit habe oder ich mehr Zeit für mein Studium benötige. Da braucht man ein Umfeld, das versteht, dass man auch mal für mehrere Stunden nicht erreichbar ist. Meine Familie unterstütz mich dabei sehr. Da meine Schwester ebenfalls sehr intensiv Sport betreibt (Unihockey NLA bei UHC Dietlikon & U19 Nationalspielerin), sind wir selten alle zu Hause. Aber mindestens einmal pro Woche sitzen wir alle zusammen, besprechen die vergangene Woche und wie es in der nächsten Woche weitergeht. Bei schönem Wetter gehen wir zusammen auf eine Radtour oder ich werde von ihnen bei einem Dauerlauf auf dem Bike begleitet. Die Familie ist für mich nicht nur ein Rückzugsort. Meine Familie ist Sponsor, Trainer, Masseur, Schlepesel, Motivator und noch vieles mehr. Ohne sie wäre das alles nicht möglich! Oft stehen neben meiner Familie auch Freunde am Streckenrand. Auch schon joggte ich um den Greifensee und meine Kollegin begleitete mich mit ihrem Pferd. Auch wenn einige Freunde überhaupt nicht sportlich sind, verstehen sie, dass ich nicht immer spontan an einem Spieleabend teilnehmen kann oder dass ich bereits früher gehe, damit ich am nächsten Tag wieder fit fürs Training bin. Wie die Trainingsstunden und Studiumslektionen hat auch die Freizeit einen fixen Platz in meinem Wochenplan. Einfach mal die Stunden aufschreiben. Erst da wird einem bewusst, wie viel freie Zeit man überhaupt noch hat.

Zu meinem Umfeld gehört natürlich auch mein Club. Ohne die enge Zusammenarbeit mit meinen Trainern könnte ich das Studium an der pädagogischen Hochschule und den Triathlon nicht vereinbaren. Bei TG Hütten trainiere ich in einem mega coolen Team. Und wenn man Training und Freunde verbinden kann, fallen die intensiven Einheiten nochmals leichter.


Triathlon seit: 2011

Club: TG Hütten

Jahrgang:1997

Alterskategorie: AK 18-34 / U23

Wohnort: Niederhasli