Die vierte Disziplin

Die besten Wechsel-Tipps

Schwimmen, Radfahren und Laufen – das ist Triathlon! Doch für viele Wettkämpfer gibt es noch eine vierte und ebenso wichtige Disziplin – den Wechsel.

 

Dieser Artikel wird präsentiert von FIT for LIFE

 

Die Triathlon-Novizin, die mit dem Neoprenanzug aufs Rad hechtet, der Einsteiger, der auf der Radrunde merkt, dass er unter dem Helm noch die Bademütze trägt oder der Übereifrige, der auf der Laufrunde mit Helm unterwegs ist – alles schon vorgekommen, nichts ist unmöglich! Damit dir das nicht passiert und in der Hektik nichts vergessen geht, solltest du dir vor dem Wettkampf nicht nur über die einzelnen Strecken und das Training Gedanken machen, sondern auch über die Wechsel zwischen den Disziplinen. Folgende Punkte gilt es zu beachten:

1. Handgriffe einstudieren

Übung macht den Meister. Übe die einzelnen Abläufe. Wie bringst du den nassen Neoprenanzug am schnellsten runter, ohne umzufallen? Kannst du das Radtrikot auch mit nassem Rücken überstreifen? Radschuhe sofort anziehen oder erst beim Aufsteigen reinschlüpfen? Wie vergisst du garantiert deine Radbrille nicht? Alles Fragen, die du dir vorgängig und nicht erst in der Hitze des Gefechtes stellen und beantworten solltest.

 

2. Wechsel in der Praxis üben

Übe die einzelnen Wechsel (Schwimmen/Rad und Rad/Laufen) ab und zu auch direkt nach einer Schwimm- oder Radeinheit. Bei einem effizienten Wechsel geht es nicht nur um das Automatisieren der Abläufe, sondern auch darum, den Körper an den abrupten Wechsel der muskulären Beanspruchung zu gewöhnen.

 

3. Wechselzone einprägen

Zur Vorbereitung gehört nicht nur das Einrichten des Wechselplatzes, sondern auch, sich diesen gut einzuprägen. Definiere optische Orientierungshilfen, die dir in der Hektik den Weg weisen.  Das Einprägen der eigenen Startnummer bringt wenig, wenn du nicht weisst, wo dein persönlicher Wechselplatz ist. Eine Zahl ist schnell vergessen. Überlege dir: «Bei welchem Eingang stehe ich? Gibt es irgendetwas Auffälliges in der Nähe meines Wechselplatzes?» Gestalte deinen Wechselplatz unverwechselbar, zum Beispiel, indem du deine Sachen auf ein rotes oder gelbes Badetuch legst. Nimm nicht jenes vom Veranstalter, denn dieses nehmen schon viele andere. Überlege dir zudem gut, wie du in die Wechselzone gelangst und auf welchem Weg du die Wechselzone wieder verlässt. Falls es ein Wechselzelt hat: Eher einen der hinteren Plätze aufsuchen, vorne herrscht meistens ein Gedränge.

 

4. Ordnung in der Wechselzone

Vor dem Wettkampf genügend Zeit einplanen, den eigenen Platz einzurichten. Alles so hinlegen, dass es der Reihe nach angezogen werden kann und kein Utensil vergessen geht. Radschuhe und Laufschuhe bereitstellen, Velohelm mit Sonnenbrille auf den Lenkervorbau legen, Startnummer entweder am Trikot befestigen oder noch einfacher an einem Startnummernband befestigen. Und die Nummer am besten gleich auf dem Rad (z.B. mit Helm und Brille) bereitlegen.

 

5. Ruhe bewahren

Auch wenn du mit überhöhtem Puls in die Wechselzone kommst, gilt: Ruhe bewahren ist das A und O. Lieber ein paar Sekunden konzentrieren und überlegen, als dreinschiessen und etwas Wesentliches vergessen. Wenn du die Wechsel im Training geübt und alles vorbereitet hast, kannst du entspannt und gleichermassen konzentriert wie möglich die eingeübten Abläufe durchlaufen. Checkliste in Gedanken kurz ablaufen lassen, bevor du die Wechselzone verlässt.

 

6. Verpflegung planen

Verpflegung für unterwegs bereits im Trikot verstauen oder am Rahmen befestigen. Sich vorgängig überlegen: Wann und wo ist die nächste Verpflegungsstation. Zudem macht es Sinn, einen «Wechselbidon» bereitzustellen für die Flüssigkeitszufuhr in der Wechselzone (danach hast du immer noch volle Bidons am Rad). Bei einem Ironman z.B. bist du schliesslich beim Wechsel bereits eine gute Stunde unterwegs ohne Verpflegung. Da macht es Sinn, sofort nach dem Schwimmen Flüssigkeit zuzuführen.